Hintergrund: Im zweiten Jahr der neuen Kronen-Epidemie bleibt die Nachfrage nach Lebensversicherungen hoch. Zwar sanken die Bruttoprämien in der Lebensversicherungsbranche insgesamt um 1,4 %. Dies lässt sich jedoch durch den Einfluss der Allianz erklären, die den Markt weitgehend beherrscht (Bericht Versicherungsbote). Im Vergleich zu 2020 wird der deutsche Marktführer im Jahr 2021 2.372,3 Millionen Euro verlieren. Wird die Allianz jedoch aus dem Branchendurchschnitt herausgerechnet, könnten die anderen Unternehmen ihre Prämien sogar um 1,3 % erhöhen.

Der Rückgang der Prämieneinnahmen der Allianz ist auf eine Verlangsamung des Neugeschäfts bei den Einmalbeiträgen zurückzuführen. Die Einmalbeiträge des deutschen Marktführers sanken von 17.389,5 Millionen Euro auf 12.795,4 Millionen Euro. Die Kennzahlen für das Neugeschäft geben ein klareres Bild davon, wie die Allianz den Branchendurchschnitt dominiert.
Nach Schätzungen der Allianz wird das Neugeschäft in diesem Sektor bis 2021 um 2,3 % zurückgehen.
Zieht man dagegen die Zahlen der Allianz ab, steigt das Neugeschäft sogar um 6 %.
Versicherungsbote ist Champion im Bruttoprämienwachstum
Doch für wen ist das Neugeschäft so erfolgreich, dass es die Abgänge im Portfolio kompensieren kann? Das Schlüsseldiagramm zeigt alle in einem Haushaltsjahr tatsächlich verbuchten Beiträge. Die so genannten Prämienüberträge – im Voraus für das nächste Geschäftsjahr gebuchte Prämien – werden nicht abgezogen (im Gegensatz zu den verdienten Bruttoprämien). Alle Daten stammen aus einer Analyse von Marc Surminski vom Versicherungsmagazin (ZfV), Ausgabe 07/2022.